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Was kostet ein Onlineshop? Einmalige Kosten, monatliche Kosten und Preisfaktoren

Was kostet ein Onlineshop? Die Spanne reicht von einem Mietshop, den Sie für eine monatliche Gebühr selbst einrichten, bis zu einem individuell entwickelten Shop mit Anbindung an Warenwirtschaft und Buchhaltung. Wer einen Onlineshop erstellen lassen möchte, sollte beide Seiten der Rechnung kennen: die einmaligen Kosten für Konzept, Design und Einrichtung und die Kosten, die jeden Monat anfallen, solange der Shop verkauft.

Dieser Ratgeber zeigt beide, dazu die wichtigsten Preisfaktoren und die Pflichten, die Geld kosten. Alle Beträge sind grobe, netto zu verstehende Orientierungswerte vom Markt und ersetzen kein Angebot.

Was kostet ein Onlineshop? Preisrahmen nach Art des Shops

Der Preis hängt zuerst davon ab, welche Art von Shop Sie brauchen. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Varianten ein.

Art des ShopsTypischer UmfangEinmalige Kosten (Orientierung)
Mietshop, selbst eingerichtetVorlage, kleines Sortiment, Standardzahlungsartenkaum einmalige Kosten, dafür monatliche Gebühr und eigene Zeit
Shop auf Standard-Shopsystem mit angepasster Vorlageüberschaubares Sortiment, Standardversand, wenige Erweiterungenhäufig mittlerer vierstelliger bis niedriger fünfstelliger Bereich
Markenshop mit eigenem Designmaßgeschneidertes Theme, Filter, Anbindung an die Warenwirtschaftin der Regel fünfstellig
B2B-Shop oder individuelle LösungKundenpreise, Freigaben, Konfigurator, mehrere Schnittstellenfünf- bis sechsstellig

Sobald mehrere Händler auf Ihrer Plattform verkaufen sollen, ist das kein klassischer Shop mehr, sondern ein Marktplatz mit Händlerkonten, Provisionen und Auszahlungen. Dafür gelten eigene Anforderungen, mehr dazu auf der Seite Online-Marktplatz erstellen.

Onlineshop erstellen lassen: Wofür die einmaligen Kosten anfallen

Ein Shop besteht aus mehr als Produktseiten und einem Warenkorb. Diese Posten stecken in einem vollständigen Angebot:

  • Konzept: Sortiment, Kategorien, Filter sowie die Abläufe für Bestellung, Versand, Retoure und Buchhaltung.
  • Design: Startseite, Kategorie- und Produktseiten, Warenkorb und Kasse, zuerst für das Smartphone gestaltet.
  • Produktdaten: Import und Aufbereitung von Texten, Bildern, Varianten und Preisen. Bei großen Sortimenten ist das oft ein unterschätzter Posten.
  • Zahlung und Versand: Einrichtung der Zahlungsarten, Versandregeln, Etiketten und Sendungsverfolgung.
  • Schnittstellen: Anbindung an Warenwirtschaft, ERP-System oder Buchhaltungssoftware, damit Bestellungen nicht abgetippt werden.
  • Rechtliches: Einbindung der Rechtstexte, ein korrekter Bestellablauf, die Widerrufsfunktion und Einwilligungen für Analyse und Marketing.
  • Tests und Start: Testbestellungen, Bestellmails, Ladezeiten, bei einem Relaunch die Weiterleitungen sowie die Einweisung Ihres Teams.

Onlineshop Kosten monatlich: mit diesen laufenden Kosten rechnen Sie

Die laufenden Kosten entscheiden über die Wirtschaftlichkeit oft mehr als der Projektpreis, denn sie fallen Jahr für Jahr an.

KostenpositionWie abgerechnet wirdHinweis
Shopsystemmonatliche Gebühr beim Mietmodell, sonst Hosting und gegebenenfalls LizenzTarife steigen oft mit Umsatz oder Funktionsumfang
Hostingmonatlichbeim Mietmodell meist enthalten
Erweiterungenmonatlich oder jährlich je Erweiterungsummieren sich bei vielen Zusatzfunktionen
ZahlungsanbieterGebühr je Zahlung, meist prozentual plus Fixbetragunterscheidet sich je Zahlungsart
Wartungmonatliche Pauschale oder nach AufwandUpdates, Sicherheits-Patches, Backups, Support
Rechtstexteoft als Abo mit AktualisierungsdienstPflichtangaben ändern sich mit der Rechtslage
VerpackungenBeteiligung an einem dualen Systemabhängig von Menge und Material
MarketingBudget nach ZielenSuchmaschinenwerbung, Newsletter, soziale Netzwerke

Für einen kleinen Shop auf einem Mietsystem bleiben die festen Kosten oft im zwei- bis niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat. Bei größeren Shops mit Wartungsvertrag, vielen Erweiterungen und hohem Umsatz liegen sie entsprechend höher. Die Zahlungsgebühren wachsen mit dem Umsatz und gehören deshalb in die Kalkulation jedes einzelnen Produkts.

Dazu kommen Kosten, die nicht auf der Rechnung des Dienstleisters stehen, aber zum Shop gehören: Versandmaterial, Porto, Retouren und die Zeit Ihres Teams für Produktpflege und Kundenservice.

Was den Preis eines Onlineshops bestimmt

  1. Sortiment und Varianten: 50 Produkte ohne Varianten sind schnell angelegt. Tausende Artikel mit Größen, Farben und Staffelpreisen brauchen einen sauberen Datenimport und eine durchdachte Struktur.
  2. Anbindung an die Warenwirtschaft: Je besser Shop und Warenwirtschaft verbunden sind, desto weniger Handarbeit im Alltag, aber desto mehr Entwicklungsaufwand zu Beginn.
  3. B2B-Funktionen: Kundenpreise, Kauf auf Rechnung, Schnellbestellung und Freigaben gehören nicht zum Standard jedes Shopsystems. Wer Geschäftskunden zusätzlich Aufträge, Rechnungen und Dokumente bereitstellen will, ergänzt den Shop um ein B2B-Kundenportal.
  4. Design: Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein maßgeschneidertes Theme, wirkt aber weniger nach Ihrer Marke.
  5. Internationalisierung: Mehrere Sprachen, Währungen und Steuersätze erhöhen den Aufwand bei Einrichtung und Pflege.
  6. Besondere Funktionen: Produktkonfigurator, Liefergebiete, Zeitfenster oder Vorbestellungen sind selten fertig im System enthalten.
  7. Migration: Beim Relaunch müssen Produkte, Kundenkonten und Weiterleitungen aus dem alten Shop übernommen werden. Worauf es dabei ankommt, zeigt die Website-Relaunch-Checkliste.

Pflichten, die im Onlineshop Geld kosten

Einige Kosten entstehen nicht aus Wünschen, sondern aus gesetzlichen Pflichten. Sie gehören von Anfang an ins Budget:

  • Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung und Widerrufsbelehrung sind für Shops, die an Verbraucher verkaufen, Pflicht, AGB sind üblich. Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht, die Frist beträgt in der Regel 14 Tage.
  • Bestellschaltfläche: Der Button, mit dem die Bestellung abgeschickt wird, muss eindeutig beschriftet sein, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen“.
  • Widerrufsfunktion: Seit dem 19. Juni 2026 müssen Shops, die online an Verbraucher verkaufen, eine elektronische Widerrufsfunktion anbieten, beschriftet etwa mit „Vertrag widerrufen“ und während der Widerrufsfrist gut erreichbar.
  • Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 müssen Onlineshops für Verbraucher nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz barrierefrei sein. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Details im Beitrag Barrierefreie Website und BFSG.
  • Verpackungen: Wer verpackte Ware verschickt, muss sich in der Regel vor dem ersten Versand bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren. Für Verpackungen, die typischerweise bei privaten Endverbrauchern anfallen, kommt die Beteiligung an einem dualen System hinzu. Die Registrierung ist kostenlos, die Systembeteiligung kostet je nach Menge und Material.
  • Einwilligungen: Analyse- und Marketingdienste, die Informationen auf den Geräten der Besucher speichern oder auslesen und nicht unbedingt erforderlich sind, brauchen eine Einwilligung.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Welche Pflichten für Ihren Shop im Einzelnen gelten, klären Sie am besten mit Ihrer Rechtsberatung oder Ihrer IHK.

Typische Kostenfallen im E-Commerce

Die meisten Budgetüberschreitungen im E-Commerce haben ähnliche Ursachen:

  • Produktdaten unterschätzt: Fehlende Texte, uneinheitliche Bilder und unvollständige Varianten kosten beim Import oft mehr Zeit als das Design.
  • Eine Erweiterung für jede Kleinigkeit: Viele kleine Zusatzmodule verursachen laufende Gebühren und machen Updates riskanter.
  • Handarbeit statt Schnittstelle: Wer Bestellungen dauerhaft abtippt, spart zu Beginn und zahlt jeden Monat mit Arbeitszeit.
  • Kein Budget nach dem Start: Ein Shop braucht Pflege, Updates und Marketing, sonst bleibt er trotz guter Technik unsichtbar.
  • Pflichten nachgerüstet: Barrierefreiheit, Widerrufsfunktion oder Einwilligungen nachträglich einzubauen ist teurer, als sie von Anfang an mitzuplanen.

Mietshop, Shopsystem oder individuelle Entwicklung?

Ein Mietshop ist schnell startklar und für kleine Sortimente oft ausreichend. Grenzen zeigen sich, wenn das Design nach Ihrer Marke aussehen soll, Abläufe vom Standard abweichen oder die Warenwirtschaft angebunden werden muss. Ein etabliertes Shopsystem mit maßgeschneidertem Theme deckt die meisten Fälle ab, eine individuelle Entwicklung lohnt sich bei besonderen Abläufen, etwa im B2B-Geschäft.

Rechnen Sie dabei über mehrere Jahre: Eine niedrige Einstiegsgebühr kann durch umsatzabhängige Tarife, viele kostenpflichtige Erweiterungen und Handarbeit teurer werden als eine höhere Anfangsinvestition. Wer die Entscheidung absichern möchte, holt sich vorab eine unabhängige IT-Beratung zur Wahl des Shopsystems.

So planen Sie das Budget für Ihren Onlineshop

  1. Beschreiben Sie Sortiment, Varianten und Zielgruppe: Endkunden, Geschäftskunden oder beide.
  2. Klären Sie die Abläufe: Wie kommen Bestellungen ins Lager, Zahlungen in die Buchhaltung und Bestände zurück in den Shop?
  3. Trennen Sie Pflichtfunktionen von Wunschfunktionen für später.
  4. Schätzen Sie die laufenden Kosten für mindestens drei Jahre, einschließlich der Zahlungsgebühren.
  5. Holen Sie eine erste Schätzung im Projekt-Kalkulator ein, der in rund drei Minuten einen Rahmen zeigt.
  6. Vergleichen Sie Angebote nach Leistungsumfang, nicht nur nach der Endsumme.

Nicht jedes Unternehmen braucht sofort einen Shop. Wer vor allem Anfragen gewinnen will, ist mit einer guten Website oft besser beraten, die Kosten dafür zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website?.

So unterstützt THEONEAGENCY

Wenn Sie einen Onlineshop erstellen lassen möchten, starten E-Commerce-Projekte bei THEONEAGENCY typischerweise ab 10.000 €, komplexe Shops brauchen 3 bis 6 Monate. Wir planen den Shop von den Abläufen her, mit Zahlung, Versand und Anbindung an Ihre Warenwirtschaft, und Sie erhalten vor Projektstart ein festes Angebot. Nach dem Start halten unsere Wartungspakete den Shop mit Updates, Sicherheits-Patches, Backups und technischem Support aktuell.

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop?

Ein professionell erstellter Onlineshop kostet am Markt in der Regel einen fünfstelligen Betrag, ein selbst eingerichteter Mietshop deutlich weniger. Bei THEONEAGENCY starten E-Commerce-Projekte typischerweise ab 10.000 €, den genauen Preis bestimmen Umfang, Funktionen und Integrationen. Vor Projektstart erhalten Sie ein festes Angebot.

Was kostet ein Onlineshop monatlich?

Die festen monatlichen Kosten liegen bei kleinen Shops oft im zwei- bis niedrigen dreistelligen Bereich, bei größeren Shops mit Wartungsvertrag und vielen Erweiterungen entsprechend höher. Sie setzen sich aus Shopsystem oder Hosting, Erweiterungen, Wartung, Rechtstexten und der Beteiligung der Verpackungen an einem dualen System zusammen. Hinzu kommen umsatzabhängige Gebühren der Zahlungsanbieter sowie das Marketing.

Was kostet es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?

Das reicht vom mittleren vierstelligen Bereich für einen einfachen Shop auf einer angepassten Vorlage bis zu einem fünf- oder sechsstelligen Betrag für Shops mit eigenem Design und vielen Anbindungen. Im Preis stecken Konzept, Design, Produktdatenimport, Zahlung, Versand, Schnittstellen und Tests. Eine erste Einschätzung liefert der Projekt-Kalkulator in rund drei Minuten.

Muss ein Onlineshop barrierefrei sein?

In vielen Fällen ja: Onlineshops, die an Verbraucher verkaufen, müssen seit dem 28. Juni 2025 die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes erfüllen. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme, reine B2B-Shops fallen nicht unter die Pflicht. Barrierefreiheit von Anfang an einzuplanen ist deutlich günstiger als eine Nachrüstung.

Wie lange dauert es, einen Onlineshop zu erstellen?

Komplexe Onlineshops brauchen in der Regel 3 bis 6 Monate, einfache Shops auf einem Standardsystem entsprechend weniger. Die Dauer hängt von Sortiment, Funktionen und Anbindungen ab und davon, wann Produktdaten, Texte und Bilder bereitstehen. Den Zeitplan sollten Sie vor Projektstart verbindlich festlegen.

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