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Blog Kosten und Planung

Was kostet eine App oder Individualsoftware? Kosten nach Umfang erklärt

Was kostet eine App? Wer eine App entwickeln lassen möchte, bekommt auf diese Frage oft eine Gegenfrage: Was soll die App können? Das ist keine Ausrede, denn die Kosten entstehen fast vollständig aus Arbeitszeit, und die hängt am Umfang. Dieser Ratgeber zeigt, wie sich App-Kosten zusammensetzen, welche Preisrahmen realistisch sind, welche laufenden Kosten nach dem Start anfallen und wie Sie Ihr Budget absichern.

Der Ratgeber gilt genauso für Individualsoftware wie Kundenportale, Buchungssysteme oder interne Werkzeuge, denn technisch sind das meist Web-Apps. Alle Beträge sind grobe, netto zu verstehende Orientierungswerte vom Markt und ersetzen kein Angebot.

Was kostet eine App? So setzen sich die Kosten zusammen

App-Kosten sind im Kern Personentage mal Tagessatz. Die Stunden- und Tagessätze unterscheiden sich je nach Anbieter, Region und Spezialisierung deutlich. Für erfahrene Entwickler in Deutschland liegen Stundensätze meist im oberen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Eurobereich. Ein niedriger Satz sagt allein wenig: Entscheidend ist, wie viele Tage ein Team für ein gutes Ergebnis braucht.

In einem App-Projekt arbeiten mehrere Rollen zusammen:

  • Konzept und Anforderungen: Wer nutzt die App, wofür und auf welchen Geräten? Daraus entstehen Abläufe, Rollen und eine priorisierte Funktionsliste.
  • UX- und UI-Design: Bildschirme, Abläufe und Erscheinungsbild, zuerst als klickbarer Prototyp.
  • Entwicklung der Oberfläche: alles, was Nutzer sehen und bedienen, als Web-App, mobile App oder beides.
  • Backend und Schnittstellen: Datenbank, Anmeldung, Rechte, Geschäftslogik und die Anbindung an Ihre Systeme.
  • Qualitätssicherung: Tests auf verschiedenen Geräten, Last- und Sicherheitsprüfungen.
  • Projektleitung und Veröffentlichung: Abstimmung, Planung, Einreichung in den App-Stores oder Einrichtung auf dem Server.

Das Backend wird oft unterschätzt. Was auf dem Bildschirm einfach aussieht, etwa ein Button „Auftrag abschließen“, kann dahinter eine Rechnung erzeugen, Bestände buchen und eine Nachricht an den Kunden auslösen.

App entwickeln lassen: Kosten nach Projektgröße

Die folgende Übersicht ordnet typische Vorhaben ein. Die Grenzen sind fließend, sie helfen aber, eine erste Größenordnung zu finden.

ProjektgrößeTypisches BeispielKosten (Orientierung am Markt)
Klickbarer Prototypdie wichtigsten Bildschirme zum Durchklicken, noch ohne Programmierungkleiner Teil des Gesamtbudgets
Einfache Appwenige Bildschirme, eine Nutzergruppe, kaum Schnittstellenoft niedriger bis mittlerer fünfstelliger Bereich
Mittlere AppNutzerkonten, mehrere Rollen, Verwaltungsbereich, ein bis zwei Schnittstellenmeist mittlerer fünfstelliger bis niedriger sechsstelliger Bereich
Komplexe App oder Plattformmehrere Anwendungen, viele Schnittstellen, Zahlungen, hohe Nutzerzahlenin der Regel sechsstellig

Eine Web-App für ein internes Werkzeug mit klarer Aufgabe kann günstiger sein als eine vermeintlich einfache mobile App, die auf beiden großen Plattformen erscheinen, offline funktionieren und Fotos hochladen soll. Deshalb lohnt es sich, die Plattformfrage früh zu klären.

Beispiel: eine App für den Außendienst

Ein typisches Vorhaben aus dem Mittelstand: Monteure sollen vor Ort Maße, Fotos und Unterschriften erfassen, und das Büro soll daraus ohne Abtippen Bericht und Angebot erstellen. Dafür braucht es eine App für unterwegs, einen Verwaltungsbereich im Büro, mindestens zwei Rollen, eine Offline-Funktion für Keller und Baustellen und eine Schnittstelle zur Auftragsverwaltung. Damit liegt das Projekt in der mittleren Kategorie der Tabelle. Wie eine solche Außendienst-App aussehen kann, zeigt unsere Lösungsseite.

Was den Preis einer App treibt

Diese Faktoren entscheiden, ob Ihr Projekt am unteren oder am oberen Ende der Spanne landet:

  • Plattformen: Eine Web-App läuft im Browser auf allen Geräten und wird einmal entwickelt. Eine mobile App für beide großen Plattformen braucht entweder zwei native Entwicklungen oder einen plattformübergreifenden Ansatz. Welche Variante passt, zeigt der Beitrag Web-App oder native App?.
  • Rollen und Rechte: Jede zusätzliche Nutzergruppe, etwa Kunden, Außendienst, Innendienst und Leitung, bringt eigene Ansichten, Rechte und Tests mit.
  • Schnittstellen: Die Anbindung an ERP-System, Buchhaltungssoftware, Kalender oder vorhandene Datenbanken ist oft der größte Einzelposten. Der Aufwand hängt stark davon ab, wie gut die vorhandenen Systeme dokumentiert sind.
  • Offline-Fähigkeit und Gerätefunktionen: Kamera, Standort, Benachrichtigungen, Barcode-Scan oder Arbeiten ohne Netz erhöhen den Aufwand, gerade in Kombination.
  • Daten und Sicherheit: Große Datenmengen, sensible Daten, Protokollierung und ein Rechtekonzept brauchen eine Architektur, die von Anfang an mitgedacht wird.
  • KI-Funktionen: Texterkennung, Zusammenfassungen oder ein Assistent auf Basis eines Sprachmodells sind heute gut machbar, verursachen aber zusätzliche Entwicklung und je nach Modell laufende Kosten pro Anfrage.
  • Design: Ein eigenes Erscheinungsbild mit durchdachten Animationen kostet mehr als Standardbausteine, erhöht aber oft die Akzeptanz bei Kunden.

Individualsoftware: Was kostet es, eine Software entwickeln zu lassen?

Wer individuelle Software entwickeln lassen möchte, rechnet nach denselben Regeln wie bei einer App. Ein klar umrissenes Werkzeug, das eine Tabelle oder Papierliste ablöst, liegt eher im fünfstelligen Bereich. Eine Software, die mehrere Abteilungen verbindet und an ERP-System und Buchhaltung angebunden ist, wird schnell sechsstellig.

Der faire Vergleich ist nicht Individualsoftware gegen null, sondern gegen die Alternative: Lizenzgebühren pro Nutzer über mehrere Jahre, Anpassungen an einer Standardsoftware und die Zeit, die Ihr Team mit Umwegen verbringt. Wann sich was lohnt, erklärt der Beitrag Individualsoftware oder Standardsoftware?.

Wer etwa ein Kundenportal entwickeln lassen möchte, sollte neben dem Projektpreis auch den Nutzen beziffern: weniger Rückfragen, weniger Telefonate und keine Abtipparbeit zwischen E-Mail und Warenwirtschaft. Erst diese Rechnung zeigt, ob sich das Projekt trägt.

Laufende Kosten für Betrieb und Wartung

Nach dem Start fallen jedes Jahr Kosten an, die Sie von Anfang an einplanen sollten:

  • Server und Betrieb: Hosting, Datenbank, Backups und Überwachung. Je nach Nutzerzahl und Datenmenge reicht das von einem zweistelligen bis zu einem deutlich höheren Betrag im Monat.
  • App-Stores: Für die Veröffentlichung braucht es Entwicklerkonten. Der eine große Store verlangt derzeit 99 US-Dollar im Jahr, der andere einmalig 25 US-Dollar. Für den Verkauf digitaler Inhalte in der App behalten die Stores zusätzlich eine Provision ein.
  • Betriebssystem-Updates: Die mobilen Betriebssysteme erscheinen regelmäßig in neuen Versionen, und die Stores stellen immer wieder neue technische Mindestanforderungen. Eine App, die niemand pflegt, kann aus dem Store verschwinden oder auf neuen Geräten Probleme machen.
  • Wartung und Sicherheit: Updates, Sicherheits-Patches, Backups und technischer Support, am besten als planbares Wartungspaket.
  • Dienste von Drittanbietern: Kartendienste, SMS-Versand, Zahlungsanbieter oder KI-Modelle rechnen oft nach Nutzung ab.
  • Weiterentwicklung: Nach dem Start kommen fast immer neue Wünsche. Ein festes jährliches Budget dafür verhindert, dass die App stehen bleibt.

Wie Prototyp und fester MVP-Umfang das Budget schützen

Das größte Kostenrisiko ist nicht der Tagessatz, sondern ein Umfang, der während der Entwicklung wächst. Zwei Werkzeuge halten ihn im Griff.

Ein klickbarer Prototyp zeigt die wichtigsten Bildschirme und Abläufe, bevor programmiert wird. Sie und Ihre künftigen Nutzer prüfen Begriffe, Wege und Reihenfolgen, solange Änderungen noch wenig kosten. Missverständnisse, die sonst erst nach Wochen der Entwicklung auffallen, werden so in wenigen Tagen sichtbar.

Ein fester MVP-Umfang legt fest, was die erste Version können muss, damit sie im Alltag Nutzen bringt, und was bewusst später kommt. So geht eine schlanke Version früher an den Start, und weitere Funktionen entstehen auf Basis echter Rückmeldungen. Wie man diesen Umfang sinnvoll schneidet, beschreibt der Beitrag MVP entwickeln lassen.

Kostenfallen bei der App-Entwicklung

  • Anforderungen, die erst während der Entwicklung geklärt werden
  • Schnittstellen ohne Dokumentation oder mit kostenpflichtigem Zugang beim Hersteller
  • zwei getrennte mobile Apps, obwohl eine Web-App gereicht hätte
  • ein fehlender Verwaltungsbereich, sodass Inhalte nur Entwickler ändern können
  • kein Budget für Wartung, Betriebssystem-Updates und Weiterentwicklung
  • unklare Rechte am Quellcode und an den Zugängen zu Servern und Stores

Kosten berechnen: So kommen Sie zu einer belastbaren Zahl

  1. Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, wer die App nutzt und welches Problem sie löst.
  2. Listen Sie Nutzergruppen, Kernfunktionen und die Systeme auf, die angebunden werden sollen.
  3. Klären Sie, ob eine Web-App, eine mobile App oder beides nötig ist.
  4. Holen Sie eine erste Schätzung ein: Der Projekt-Kalkulator zeigt in rund drei Minuten einen ersten Kostenrahmen.
  5. Lassen Sie einen klickbaren Prototyp erstellen und darauf ein festes Angebot für die erste Version.

Liegt bereits ein Angebot vor und Sie sind unsicher, ob Umfang und Preis stimmig sind, hilft eine unabhängige IT-Beratung mit einer Zweitmeinung, bevor Sie unterschreiben.

So unterstützt THEONEAGENCY

Wenn Sie eine App entwickeln lassen möchten, sehen Sie bei THEONEAGENCY einen klickbaren Prototyp, bevor programmiert wird, und erhalten vor Projektstart ein festes Angebot. Apps und individuelle Software brauchen bei uns typischerweise 3 bis 6 Monate. Der Betrieb ist auf Wunsch auf einem Server in Deutschland oder in Ihrem eigenen Rechenzentrum möglich, unsere Wartungspakete umfassen Updates, Sicherheits-Patches, Backups und technischen Support.

Häufige Fragen

Was kostet eine App-Entwicklung?

Eine App-Entwicklung kostet am Markt je nach Umfang von einem niedrigen fünfstelligen bis zu einem sechsstelligen Betrag. Den Preis bestimmen vor allem Plattformen, Funktionen, Nutzerrollen und Schnittstellen zu anderen Systemen. Eine erste Einschätzung liefert der Projekt-Kalkulator, verbindlich wird es mit einem festen Angebot auf Basis eines klickbaren Prototyps.

Wie viel kostet eine einfache App?

Eine einfache App mit wenigen Bildschirmen, einer Nutzergruppe und kaum Schnittstellen liegt am Markt oft im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Günstiger wird es, wenn eine Web-App genügt und keine Veröffentlichung in den App-Stores nötig ist. Teurer wird es, sobald Offline-Betrieb, Zahlungen oder Anbindungen an andere Systeme dazukommen.

Was kostet es, eine Software entwickeln zu lassen?

Individualsoftware kostet je nach Umfang meist einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Ein klar umrissenes internes Werkzeug liegt am unteren Ende, eine Software, die mehrere Abteilungen verbindet und an ERP-System und Buchhaltung angebunden ist, am oberen. Vergleichen Sie die Kosten mit Lizenzgebühren und Anpassungsaufwand einer Standardsoftware über mehrere Jahre.

Welche laufenden Kosten hat eine App?

Laufende Kosten entstehen für Server und Betrieb, Wartung und Sicherheits-Updates, Anpassungen an neue Betriebssystemversionen und die Entwicklerkonten der App-Stores. Dazu kommen je nach App nutzungsabhängige Dienste wie Kartendienste, SMS-Versand oder KI-Modelle sowie ein Budget für Weiterentwicklung. Planen Sie diese Kosten von Anfang an für mehrere Jahre ein.

Wie lange dauert es, eine App entwickeln zu lassen?

Eine App als individuelle Software braucht typischerweise 3 bis 6 Monate, je nach Umfang und Zahl der Schnittstellen. Ein klickbarer Prototyp steht deutlich früher und macht Abläufe schon vor der Programmierung sichtbar. Eine schlanke erste Version verkürzt die Zeit bis zum Start.

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