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Website-Relaunch ohne Rankingverlust: die Checkliste von der Bestandsaufnahme bis zum Monitoring

Ein Website-Relaunch ist mehr als ein neues Design. Neue Technik, neue Struktur und neue Texte verändern, wie Suchmaschinen Ihre Seiten finden und bewerten. Geht dabei etwas schief, fehlen nach dem Start Besucher und Anfragen, oft ohne dass es sofort auffällt. Die gute Nachricht: Die typischen Fehler sind bekannt und lassen sich mit sauberer Planung vermeiden.

Diese Relaunch-Checkliste bündelt die Schritte, die in jedes Projekt gehören, von der Bestandsaufnahme über die Weiterleitungen bis zum Monitoring nach dem Go-live. Sie gilt für Unternehmenswebsites genauso wie für Onlineshops.

Wann sich ein Website-Relaunch lohnt

Ein Relaunch ist sinnvoll, wenn die Technik veraltet ist, die Website auf dem Smartphone nicht überzeugt, Ihr Team Inhalte nicht selbst pflegen kann oder die Website nicht mehr zu Angebot und Marke passt. Nicht immer ist ein kompletter Neubau nötig: Manchmal genügen neue Inhalte, bessere Ladezeiten oder eine überarbeitete Navigation. Diese Frage gehört an den Anfang, denn sie bestimmt Umfang, Risiko und Kosten.

Phase 1: Bestandsaufnahme vor dem Relaunch

Bevor etwas Neues entsteht, muss klar sein, was die alte Website leistet. Erfassen Sie:

  • Alle URLs: Seiten, Blogartikel, PDFs und Bilder, die in Suchmaschinen gefunden werden, auch alte Kampagnenseiten. Ein Crawler, die vorhandene XML-Sitemap und die Serverprotokolle ergänzen sich.
  • Besucher und Anfragen je Seite: Welche Seiten bringen Besucher, und welche bringen Anfragen, Bestellungen oder Bewerbungen?
  • Suchbegriffe und Positionen: Für welche Begriffe wird die Website heute gefunden, und mit welcher Seite?
  • Eingehende Links: Auf welche Seiten verlinken andere Websites? Diese Adressen müssen erhalten bleiben oder weitergeleitet werden.
  • Metadaten: Seitentitel, Beschreibungen, Überschriften, Canonical-Angaben und Sprachverweise.
  • Strukturierte Daten: etwa Angaben zu Unternehmen, Produkten, Veranstaltungen oder häufigen Fragen.
  • Funktionen und Tracking: Formulare, Buchungen, Einbindungen, Analyse und Einwilligungen.

Speichern Sie diese Liste. Sie ist die Grundlage für die Weiterleitungen und der Maßstab, an dem Sie den Erfolg nach dem Start messen.

Phase 2: URLs behalten oder per 301 weiterleiten

Die wichtigste Regel für einen Website-Relaunch ohne Rankingverlust: Jede alte Adresse, die Besucher, Links oder Rankings hat, führt nach dem Start auf eine passende neue Seite. Am besten behalten Sie bewährte URLs einfach bei. Wo sich Adressen ändern müssen, etwa weil die Struktur neu ist, richten Sie eine dauerhafte Weiterleitung mit dem Statuscode 301 ein.

Grundlage ist eine Tabelle, in der jede alte Adresse ihr Ziel bekommt:

Alte AdresseNeue AdresseHinweis
/produkte.php?id=42/produkte/esstisch-eiche/gleicher Inhalt, 301
/news/artikel-123/ratgeber/pflegetipps/gleicher Artikel, neue Adresse, 301
/team-alt//unternehmen/team/nächstpassende Seite, 301
/aktion-sommer/entfälltohne Ersatz: Status 404 oder 410, nicht pauschal zur Startseite

Worauf es bei den Weiterleitungen ankommt:

  • Eins zu eins statt pauschal: Leiten Sie nicht alle alten Seiten auf die Startseite. Suchmaschinen werten das eher wie eine fehlende Seite, und Besucher finden nicht, was sie gesucht haben.
  • Keine Ketten: Eine alte Adresse zeigt direkt auf das Ziel, nicht über mehrere Zwischenstationen.
  • Varianten mitdenken: Adressen mit und ohne www, mit und ohne abschließenden Schrägstrich sowie http und https.
  • Lange bestehen lassen: Google empfiehlt, Weiterleitungen so lange wie möglich beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr.
  • Interne Links anpassen: Menüs, Texte und Buttons verlinken direkt auf die neuen Adressen, nicht auf Weiterleitungen.

Phase 3: Inhalte, Metadaten und strukturierte Daten übernehmen

Rankings hängen an Inhalten. Wenn eine gut rankende Seite beim Relaunch auf drei Sätze gekürzt wird, hilft auch die beste Weiterleitung nicht. Prüfen Sie deshalb für jede wichtige Seite:

  • Inhalte gut rankender Seiten übernehmen oder bewusst verbessern, nicht ersatzlos streichen.
  • Seitentitel und Beschreibungen übernehmen oder gezielt überarbeiten.
  • Eine klare Überschriftenstruktur mit genau einer Hauptüberschrift pro Seite.
  • Alternativtexte für Bilder übernehmen, Bilddateien mit sprechenden Namen.
  • Jede neue Seite verweist per Canonical-Angabe auf sich selbst, bei mehrsprachigen Websites zeigen die Sprachverweise auf die neuen Adressen.
  • Strukturierte Daten auf den neuen Seiten wieder einbauen und mit einem Testwerkzeug prüfen.

Phase 4: Technik, robots.txt und Sitemap vorbereiten

  • Die Testumgebung ist für Suchmaschinen gesperrt, per noindex oder Passwortschutz. Diese Sperre darf auf keinen Fall mit live gehen, das ist ein klassischer Relaunch-Fehler.
  • Die robots.txt der neuen Website sperrt nur, was wirklich nicht gecrawlt werden soll.
  • Eine neue XML-Sitemap enthält alle neuen, indexierbaren Adressen. Reichen Sie nach dem Start zusätzlich eine Sitemap mit den alten Adressen ein, so sehen Sie in den Webmaster-Werkzeugen, wie die neuen Seiten in den Index kommen und die alten verschwinden.
  • Ladezeiten, Darstellung auf dem Smartphone und die verschlüsselte Verbindung über HTTPS sind vor dem Start geprüft.
  • Bei einem Wechsel der Domain melden Sie den Umzug zusätzlich in den Webmaster-Werkzeugen der Suchmaschinen.

Phase 5: Testen vor dem Go-live

Planen Sie für Tests genug Zeit ein, am besten mit einer Relaunch-Checkliste, die zwei Personen unabhängig voneinander abarbeiten:

  1. Alle Weiterleitungen aus der Tabelle automatisiert prüfen: Ziel erreichbar, Statuscode 301, keine Ketten.
  2. Defekte interne Links und fehlende Bilder suchen.
  3. Formulare, Buchungen und Bestellungen mit Testdaten durchspielen, einschließlich der Bestätigungsmails.
  4. Analyse und Einwilligungen prüfen: Dienste, die nicht unbedingt erforderlich sind, starten erst nach Zustimmung. Mehr dazu im Beitrag Wann ist ein Cookie-Banner Pflicht?.
  5. Rechtstexte aktualisieren: Seit dem 14. Mai 2024 regelt das Digitale-Dienste-Gesetz die Impressumspflicht, Verweise auf das alte Telemediengesetz gehören beim Relaunch raus. Die Datenschutzerklärung muss die Dienste der neuen Website beschreiben.
  6. Barrierefreiheit prüfen: Kontraste, Tastaturbedienung und Alternativtexte. Für Onlineshops und andere Angebote, über die Verbraucher online Verträge schließen, ist sie seit dem 28. Juni 2025 in vielen Fällen Pflicht, siehe Barrierefreie Website und BFSG.
  7. Bei Shops den Bestellablauf, alle Zahlungsarten und die seit dem 19. Juni 2026 vorgeschriebene Widerrufsfunktion für Verbraucher testen.
  8. Zum Start die Sperre für Suchmaschinen entfernen und alle Seiten auf versehentliche noindex-Angaben prüfen.

Die rechtlichen Hinweise in dieser Checkliste sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.

Phase 6: Monitoring nach dem Start

Der Relaunch ist mit dem Go-live nicht beendet. In den ersten Wochen entscheidet sich, ob die Sichtbarkeit erhalten bleibt:

  • Erste Tage: Fehlerseiten mit Status 404 in Serverprotokollen und Webmaster-Werkzeugen täglich prüfen und fehlende Weiterleitungen nachziehen.
  • Indexierung: Beobachten, ob die neuen Adressen aufgenommen werden und die alten verschwinden. Bei mittelgroßen Websites kann das einige Wochen oder länger dauern.
  • Rankings und Besucher: Suchbegriffe und Besucherzahlen Seite für Seite mit dem Stand vor dem Relaunch vergleichen.
  • Anfragen und Umsatz: Formulare, Bestellungen und Anrufe sind der eigentliche Maßstab für den Erfolg.
  • Ladezeiten: Echte Nutzerdaten zu Ladezeit und stabiler Darstellung beobachten.

Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Auch Google weist darauf hin, dass sich die Sichtbarkeit bei einem Umzug vorübergehend verändern kann und sich mit der Zeit einpendelt. Bleiben Rankings dagegen nach einigen Wochen deutlich unter dem alten Stand, lohnt ein genauer Blick auf Weiterleitungen, Inhalte und Indexierung.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch kostet in der Regel ähnlich viel wie eine neue Website, denn Konzept, Design und Entwicklung entstehen neu. Hinzu kommen Bestandsaufnahme, Weiterleitungen, die Übernahme der Inhalte und das Monitoring nach dem Start. Gespart wird dort, wo gute Inhalte und eine klare Struktur schon vorhanden sind.

Bei THEONEAGENCY startet ein Relaunch wie eine neue Website bei rund 5.000 € netto, der genaue Preis hängt von Umfang, Funktionen und der Zahl der zu übernehmenden Seiten ab. Einen Überblick über Preisrahmen und laufende Kosten gibt der Ratgeber Was kostet eine Website?.

Eine erste Einschätzung für Ihr Vorhaben liefert der Projekt-Kalkulator in rund drei Minuten, vor Projektstart erhalten Sie ein festes Angebot.

So begleitet THEONEAGENCY Ihren Relaunch

Bei einem Website-Relaunch mit Webdesign aus Düsseldorf übernehmen wir, was funktioniert, leiten alte Adressen auf die neuen Seiten weiter und prüfen vor dem Start Ladezeit, Darstellung und Weiterleitungen. In 4 bis 6 Wochen ist eine Website live.

Soll ein bestehender Shop umziehen, gelten dieselben Regeln, dazu kommen Produkte, Kundenkonten und Bestellhistorie. Mehr dazu auf der Seite Onlineshop erstellen lassen, komplexe Shops brauchen 3 bis 6 Monate.

Wenn Sie vor dem Relaunch eine unabhängige Einschätzung zu Technik, Angeboten oder Risiken brauchen, hilft unsere IT-Beratung mit technischem Audit.

Häufige Fragen

Was ist ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neugestaltung einer bestehenden Website, meist mit neuem Design, neuer Technik und überarbeiteter Struktur. Anders als bei einem kleinen Update ändern sich dabei oft Adressen und Inhalte. Deshalb braucht jeder Relaunch einen Plan für Weiterleitungen und Suchmaschinenoptimierung.

Verliert man bei einem Relaunch Rankings?

Nicht zwangsläufig: Wer alle wichtigen URLs erfasst, sauber per 301 weiterleitet und gute Inhalte übernimmt, schafft die besten Voraussetzungen, seine Sichtbarkeit zu halten. Vorübergehende Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Dauerhafte Verluste entstehen meist durch fehlende Weiterleitungen, gestrichene Inhalte oder eine vergessene Sperre aus der Testumgebung.

Wie lange sollten 301-Weiterleitungen bestehen bleiben?

Weiterleitungen sollten so lange wie möglich bestehen bleiben, in der Regel mindestens ein Jahr. In dieser Zeit übertragen Suchmaschinen die Signale der alten auf die neuen Adressen, und Links von anderen Websites werden nach und nach neu zugeordnet. Für Adressen mit vielen externen Links ist es sinnvoll, die Weiterleitung dauerhaft zu behalten.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch kostet in der Regel ähnlich viel wie eine neue Website, weil Konzept, Design und Entwicklung neu entstehen. Bei THEONEAGENCY startet ein Relaunch wie eine neue Website bei rund 5.000 € netto, abhängig von Umfang, Funktionen und der Zahl der zu übernehmenden Seiten. Eine erste Einschätzung liefert der Projekt-Kalkulator, vor Projektstart gibt es ein festes Angebot.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Eine Website ist bei THEONEAGENCY in 4 bis 6 Wochen live, komplexe Shops brauchen 3 bis 6 Monate. Die Dauer hängt von der Zahl der Seiten, den Funktionen und davon ab, wann Inhalte bereitstehen. Planen Sie zusätzlich einige Wochen Monitoring nach dem Start ein.

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